Sicherheit · 4 Min Lesezeit
Sicherheitslücke in PHP: Was ihr jetzt tun solltet.
Micha Müller-Zitzke10 / 2026
Artikel
01 / 03

Autor*in
Micha Müller-Zitzke
Geschäftsführer · CEO
10 / 2026 · 4 Min Lesezeit
Diese Woche wurde eine schwere Sicherheitslücke in PHP bekannt. PHP ist die Technik hinter einem Großteil aller Websites und Online-Anwendungen. Das Wichtigste vorab: Die Systeme, die wir betreuen, sind abgesichert. Hier lest ihr, was passiert ist, was wir getan haben und welche zwei Schritte ihr gehen solltet, wenn eure Website bei einem anderen Anbieter liegt.
Was passiert ist
Lücken gibt es täglich. Diese war größer als sonst.
Dass Schwachstellen auftauchen und geschlossen werden müssen, gehört zum Alltag im Netz. Fast täglich erscheinen Updates, die genau das tun. In diesem Fall war das Ausmaß allerdings erheblich, weil PHP so weit verbreitet ist. Darauf laufen auch die bekannten Content-Management-Systeme wie WordPress, TYPO3, Joomla und Pimcore.
Bei unseren Kunden
Innerhalb von Minuten eingespielt, am Mittwochabend alles grün.
Unsere Techniker haben sofort reagiert und die abgesicherten PHP-Versionen innerhalb von Minuten nach ihrem Erscheinen eingespielt. Alle Websites und Plattformen, die wir betreuen, liefen dabei stabil weiter und blieben ohne größere Ausfälle online. Am Mittwoch, 21. Oktober, um 20 Uhr war auch das letzte System gründlich geprüft. Seitdem stehen bei uns alle Leuchten auf Grün.
Kurz gesagt.
Wir haben die Lage im Griff, es besteht kein Grund zur Sorge. Wenn wir eure Website betreuen, müsst ihr nichts weiter tun.
Unsere Handreichung
Eure Website liegt bei einem anderen Anbieter? Dann geht diese zwei Schritte.
Das gilt besonders, wenn eure Website mit einem Content-Management-System wie WordPress, TYPO3, Joomla oder Pimcore läuft.
- 01
Nachfragen, ob die Updates eingespielt sind.
Fragt euren Anbieter oder eure Agentur, ob und wann die abgesicherten PHP-Versionen eingespielt wurden. Abgesichert sind die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35. Eine kurze Mail mit genau dieser Frage reicht.
- 02
Die Website in den nächsten Wochen im Blick behalten.
Achtet auf Anzeichen, dass sich Fremde Zugriff auf euren Server verschafft haben: fremde Inhalte auf euren Seiten, seltsame Weiterleitungen, Warnmeldungen im Browser oder plötzliche Spam-Probleme im E-Mail-Verkehr. Fällt euch so etwas auf, meldet es sofort eurem Anbieter.
Vorsicht
Zwei Dinge, bei denen ihr jetzt genau hinschauen solltet.
- 01
Mails mit „dringendem Sicherheitsupdate“.
Gerade jetzt kommen Mails, die zu einem eiligen Update auffordern. Klickt nicht auf Links in solchen Mails. Fragt im Zweifel direkt bei eurem Anbieter nach, über die Nummer oder Adresse, die ihr schon kennt.
- 02
Angst-Angebote von Trittbrettfahrern.
Leider nutzen viele Anbieter die Lage, um überteuerte und unnötige Leistungen zu verkaufen. Die aktuellen Nachrichten rechtfertigen aus unserer Sicht keine Zusatzaufwände, die über die übliche Wartung hinausgehen. Das gilt auch, wenn ihr noch mit WordPress, TYPO3 oder Joomla arbeitet.
Unsicher? Meldet euch.
Wer gerade unsicher ist, kann sich jederzeit bei uns melden, auch wenn wir nicht eure betreuende Agentur sind. Wir sagen euch ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht oder nicht.
Was wir daraus mitnehmen
Einfache Pflege darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen.
PHP-basierte Systeme wie WordPress und Co. waren lange die beste Wahl, weil man Inhalte verhältnismäßig einfach selbst pflegen konnte und nicht für jede Änderung Entwickler brauchte. Ihre zerstückelte Struktur aus Kernsystem, Themes und vielen Erweiterungen sorgt aber für mehr Wartungsaufwand und zunehmend für unnötige Sicherheitsrisiken. Die Bedrohungslage im Netz nimmt stetig zu, und diese Woche hat gezeigt, wie wichtig es ist, am Puls der Zeit zu bleiben.
In den letzten Monaten haben wir deshalb das Beste aus der alten und der neuen Welt zusammengebracht: ein System, das höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird, weniger Wartung braucht und trotzdem denkbar einfach zu pflegen ist. Wer etwas an seiner Seite ändern möchte, beschreibt es einfach in einem Satz, wie in einem Chat mit ChatGPT. Berechtigungsstufen und automatische Prüfungen vor jeder Veröffentlichung, wie man sie aus großen Softwareunternehmen kennt, sorgen dafür, dass nur geprüfte Änderungen live gehen.
„Abhängigkeiten wollen wir alle nicht. Unsicherheiten auch nicht. Wir wollen den direktesten Weg.“
Die digitale Welt ist für viele undurchsichtig. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Dinge greifbar zu machen, damit ihr gut entscheiden könnt. Ehrlich und offen. Wenn ihr akut Fragen habt oder unsicher seid: Ruft kurz an oder schreibt uns.



